Schmerzpsychotherapie
An der Entstehung und Aufrechterhaltung von Schmerzen sind sowohl körperliche als auch verhaltensbedingte und soziale Faktoren beteiligt. Die emotionale Verarbeitung von Schmerzen spielt eine bedeutende, den Schmerz beeinflussende Rolle. Sie bestimmt das Ausmaß der Beeinträchtigung und Behinderung durch Schmerzen in hohem Maße mit.Wird eine Person mit chronischen (d.h. länger als 1/2 Jahr währenden) Schmerzen rein körperlich behandelt, kann sie leicht in eine passive Rolle rutschen. Möglichkeiten zum eigenen "Schmerzmanagement" werden dann eher vernachlässigt bzw. kommen kaum zur Anwendung. Unter ungünstigen Umständen kann so ein Gefühl von Hilflosigkeit entstehen, was in Folge zu depressiven Reaktionen bzw. anderen seelischen Folgekonflikten führen kann. Der Schmerz an sich und seine Folgen haben wiederum beeinträchtigende Wirkungen auf die emotionale Verarbeitung und auf den Familien-/ Freundeskreis: ein Teufelskreis ist entstanden, der zu einer zunehmenden Schmerzproblematik führt.
Ziele psychologischer Schmerztherapie sind daher:
- Unterbrechung des Teufelskreises der verstärkten Schmerzen
- Einflussnahme auf die Schmerzverarbeitung
- Minimierung psychischer und sozialer Folgen des Schmerzes und damit
- Eine erträglichere Gestaltung des Lebens mit dem Schmerz
- Reduzierung von Stressfaktoren (die Schmerzen begünstigen)
- Erarbeitung von Selbsthilfemöglichkeiten zur Schmerzbewältigung und letztendlich
- Erhaltung bzw. Aufbau von Aktivität und Lebensfreude
Bei der Schmerzpsychotherapie kommen i.d.R. Methoden der Verhaltens-, Hypno- und Biofeedbacktherapie zum Einsatz.
Weitere Informationen zu diesem Thema unter:
www.dgpsf.de